“Krank” sind immer nur die anderen.

verrückt

Sehr viele Menschen halten – wenn nicht gar die Menschheit insgesamt – so doch wenigstens die Gesellschaft für verrückt und krank.
Sie sehen in der Schule eine krankmachende Institution. Sie möchten ihre Kinder besser erziehen, als sie es selbst erfahren haben. Und sie denken sogar, dass bereits tiefgreifende vorgeburtliche Schädigungen durch das Verhalten und die Erlebnisse der Mutter während der Schwangerschaft möglich sind.
Doch in der Regel halten sie sich selbst alle für gesund.
Krank sind immer nur die anderen.

Wie aber kann es sein, dass sie selbst keine Verbiegungen erlitten?
Wie, wann und wodurch konnte ihre vollständige Genesung gelingen?

Reicht es aus, sich zum “richtigen Glauben” zu bekennen oder sich als „in Ordnung“ und sogar als „ganz toll“ anzusehen, wie es inzwischen zu den geistigen Suggestionen so vieler Coachings gehört?
Sind die eigenen Macken damit, dass man sie nicht beachten will, schon weg?

Wer sich einbildet, in Ordnung zu sein, trägt, ob er’s will oder nicht, zur Krankheit dieser Welt weiterhin bei!

Ich halte mich übrigens nicht für vollkommen gesund, aber auch nicht über das normale Maß hinaus in einer besonderen Weise für krank.
Doch selbst im fortgeschrittenen Alter kann ich immer wieder neue eigene Hemmnisse und Matten entdecken.
Und ich werde es gewiss nicht schaffen, sie allesamt aufzulösen, um als Mensch durch die Befreiung von alten Verbiegungen vollständig zu genesen.

Außerdem finde ich es unendlich schwierig, mich im Dickicht eigener Prägungen zurechtzufinden.

Was hemmt mich, macht mich krank?
Was nutzt, und was ist/wäre wirklich gesund?
Was würde einen gesunden Menschen grundsätzlich auszeichnen und unser inneren Natur entsprechen?
Wozu sind wir natürlicherweise überhaupt angelegt?
Gibt es einen gesunden Kern in uns? Wenn ja, wie sieht er aus?

Wie könnte schließlich ein realistisches positives Menschenbild und ein reifes menschliches Ideal aussehen?
Und wie könnten wir einander bei der jeweils eigenen Genesung unterstützen?

Dies sind Themen und Fragen, mit denen ich mich seit Jahrzehnten beschäftige – wobei ich nicht davon ausgehe, dass sich die richtigen Antworten und zukunftsfähigsten Lösungen bereits in irgendwelchen alten Büchern befinden.
Zumal es nach meiner Einschätzung vor allem die ganz normalen Traditionen sind, die uns ursächlich am meisten verbiegen und wir uns sowieso vor völlig neuen Herausforderungen befinden.

Viele hoffen jedoch immer noch auf Wunder.
Sie beten, glauben oder wünschen sich ein alle Probleme auflösendes möglichst einfaches Mittel oder Rezept.
Doch das wird es nie geben!

Es geht ja viel eher darum, zu einer gesunden Ausgewogenheit zu finden und deren tatsächliche Voraussetzungen auf körperlicher, seelischer wie geistiger Ebene sowohl nach innen wie nach außen möglichst genau und tief zu ergründen – um sich entsprechend selbst fürs eigene und gemeinsame Lebensglück zu befähigen.

Viele andere meinen jedoch, dass sie diesbezüglich bereits geistig klar wären, wenn sie sich mit einer Überzeugung oder gar in einem Wahn verbinden (den sie “natürlich” selbst nicht als solchen empfinden).

Ja, nicht einmal eigenes Wohl-Empfinden kann als sicheres Indiz für wirkliches Wohl-BEfinden gelten – wenn beispielsweise Drogen, Süchte oder Suggestionen mit hineinspielen und kein sensibles Spüren nach innen aufgrund äußerer Ablenkung und Hektik gelingt.

Erst wenn wir alle miteinander begreifen, welch riesengroße Herausforderung in der eigenen Klärung und Genesung liegt – die selbstverständlich in jedem selbst beginnt, werden wir einen echten, nachhaltigen Beitrag für eine bessere Zukunft leisten können.
Und der beginnt mit einem neuen, tiefes Lebensglück bejahenden Denken, welches weder auf geistigen Suggestionen basiert noch in eine ferne jenseitige Zukunft zielt….

#Frieden #Gesellschaft #Zukunft #Fortschritt #Denken #Gesundheit #Bewusstheit #Vorbild #Mitverantwortung #Menschheit

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Über bringfried

Kunst, Philosophie, kreatives Denken Lebenskunst Konsensprozess, positive globale Visionen, herrschaftsfreies Denken
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